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Ethisches Handeln

Ethik, von Aristoteles als "philosophische Wissenschaft vom Sittlichen" beschriebenen, befasst sich mit normativen Regeln des sozialen Gemeinschaftslebens und den moralischen Bedingungen des menschlichen Miteinanders. Dabei spielen Normen und Werte im Zusammenleben und die persönliche Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt eine tragende Bedeutung. 

Ethisches Handeln im Alltag kann man als normativen Grundrahmen für das Verhalten zum Mitmenschen und zu sich selbst definieren, wobei häufig Begriffe wie Sitte, Gewohnheit oder Brauch benutzt werden, um eine tugendhafte Grundhaltung zu beschreiben. 

Zum gesamtgesellschaftlichen Ethikverständnis kann man ethisches Handeln auf die einzelnen Berufsfelder übertragen. Im soziologischen Kontext einer Arbeitstätigkeit wird Ethik als professionelles Handeln in der Ausbildung und im Berufsalltag beschrieben und durch Begriffe wie Selbständigkeit, Verlässlichkeit, Empathie, Kooperationsfähigkeit und Flexibilität erläutert.

Kanny bezeichnet vier verschiedene Prinzipien zum professionellen Handeln in der Medizinethik, die beispielhaft auf alle Berufsgruppen übertragbar sind:

  • Prinzip des Respekts vor der Autonomie
  • Prinzip des Nichtschadens
  • Prinzip der Benefizienz (Gutes zu tun)
  • Prinzip der Gerechtigkeit

Hack unterscheidet vier tugendethische Pflichten, die als Grundhaltung in der Beziehung zum Gegenüber im Berufsalltag angesehen werden:

  • Wahrhaftigkeit
  • Vertraulichkeit (Datenschutzpflicht)
  • Verschwiegenheit (Schweigepflicht)
  • Privatheit (Schutz der Privatsphäre)


 




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